Sonntag, 4. Dezember 2016

Giveaway zum 2. Advent








Hallo, Ihr Lieben!

Zunächst einmal möchte ich etwas loswerden.
Und zwar ein riesiges Dankeschön 
für die vielen überwältigenden Kommentare, 
PN`s und Mails zu meinem letzten Post.
Ich werde jedem einzelnen von Euch antworten.
Ein paar von Euch konnte ich bereits antworten.
Da ich jedem einzelnen genau so viel Zeit widmen möchte, 
wie Ihr mir, möchte ich die Antworten 
nicht einfach `mal eben` zwischendurch schreiben, 
sondern mit ausreichend Zeit.
Diese Zeit werde ich heute Abend für Euch haben.
Vielen, vielen Dank auf jeden Fall schon einmal vorab.
Ich war und bin wirklich unglaublich überwältigt. 

Überwältigt haben mich auch die vielen Leserkommentare 
zu meinem Giveaway vom letzten Advent.
Den Gewinner bzw. die Gewinnerin lose ich ebenfalls 
heute Abend aus und teile dies in dem Post dazu mit.

Für den 2. Advent habe ich erneut 
etwas Weihnachtliches ausgesucht,
und zwar bei Pluk de Dag

Da es dort so unfaßbar viel Schönes gibt,
womit ich Euch wahrscheinlich eine Freude gemacht hätte,
hat es eine Zeit gedauert, bis ich mich festlegen konnte.
Aber dann habe ich mich schlußendlich 
für diesen Wandbehang entschieden,
der mir schon im Schaufenster ins Auge stach.


Er ist von Madam Stoltz 
und hat einen Vintage-Charakter. 




Wer gern bei dem Gewinnspiel mitmachen möchte,
so einfach geht`s:

Hinterlasst mir einfach unter diesem Post
einen Kommentar.

Mitmachen kann jeder ab 18 Jahren,
mit oder ohne Blog.

Leser ohne Blog bitte den Namen 
und
die E-Mail-Adresse angeben.

Wer die Verlosung
auf seinem eigenen Blog verlinkt 

(Bitte nehmt dazu das untere Bild),
hat doppelte Gewinnchancen. 
 

Bitte gebt mir hier kurz im Kommentar Bescheid,  
damit ich niemanden vergesse! 
 

Die Verlosung startet sofort  
und endet am 10
. Dezember 2016 um 24:00 Uhr 
 

WICHTIG: 
Bitte beachtet, dass ich keine Gewinner anschreibe.
Ich veröffentliche den Namen
auf dem Blog unter diesem Post.
 
Sollte sich die Gewinnerin der Verlosung
innerhalb von 2 Wochen nicht melden,
verlose ich den Gewinn noch einmal.


 Habt einen zauberhaften 2. Advents-Sonntag
mit Euren Lieben und genießt diese Zeit.

Fühlt Euch ganz doll gedrückt,
Eure Anja





Bezugsquellen:
Wandbehang von Madam Stoltz*: Pluk de Dag 
Holzhocker: Jill en Co (Holland)
*gesponserter Inhalt
 

Mittwoch, 30. November 2016

Why did he move?






Hallo Ihr Lieben!

Dieser Post wird der persönlichste, 
den ich je geschrieben habe.
Lange habe ich überlegt, ob ich das tue,
aber nun habe ich mich dafür entschieden.
 
Wie ich Euch hier bereits angekündigt hatte,
hat sich bei uns in der Familie vor kurzem einiges verändert.
Mein Mann hat uns verlassen.
Nein, nicht dauerhaft,
sondern für einen neuen Job.

Das ist grundsätzlich nicht wirklich etwas,
das ich Euch mitteilen würde.
Doch er hat nicht nur seinen Job verlassen,
sondern auch das Land.
Also nicht nur das Land,
sondern sogar den Kontinent.

Wie viele von Euch sicher inzwischen wissen,
arbeitet mein Mann als Pilot.

Und bevor ich Euch erzähle wo er hin ist,
möchte ich einfach einmal mit einigen Mythen aufräumen 
und Euch einmal einen Ausschnitt 
von einem ganz normalen Alltag eines Piloten erzählen.
Und zwar nicht von einem Piloten, 
der bei DER deutschen Luftlinie arbeitet,
bei der scheinbar jeder jemanden kennt.

Es herrschen ja noch immer die Mythen,
dass Piloten horrendes Gehalt erhalten.
Das ist bei einem Teil der Piloten sicher auch der Fall,
aber nicht bei den meisten, die fliegen.

Ein Aspekt ist dabei die Strecke,
die man als Pilot fliegt.
Mein Mann fliegt den A 320, 
also `nur` Mittelstrecke.

Er hat - seitdem ich ihn kenne -
bereits zwei Pleiten von Fluglinien miterleben müssen
und sich jedes Mal einen neuen Job gesucht.
Sein Gehalt wurde mit jedem neuen Job geringer.
Das liegt zum einen daran, dass man mit jedem neuen Job
in der sogenannten Seniorität wieder gaaaanz hinten steht.
Zum anderen gibt es inzwischen die Piloten,
die gerade mit ihrem Job beginnen
und bereit sind, für sehr wenig Geld zu arbeiten 
oder zahlen sogar horrende Summen an die Airlines,
damit sie überhaupt fliegen dürfen
und somit Flugstunden bekommen.   

Und bei dem Gehalt sieht es grundsätzlich so aus, 
dass die Piloten ein bestimmtes Grundgehalt 
(im Falle meines Mannes war das sehr niedrig)
mit fix festgelegten Flugstunden bekommen.

Das bedeutet, dass die fixen Flugstunden erst einmal geflogen werden
und erst dann bekommen die Piloten 
für jede weitere FLUGSTUNDE einen festgesetzten Stundenlohn.
Ich schreibe Flugstunde deshalb groß,
weil diese Berechnung erst beginnt, 
sobald die Türen im Flugzeug geschlossen werden.

Es gab Monate, da kamen mein Mann und seine Kollegen
 gerade mal an die fixen Flugstunden 
und hatten aber einen Haufen Standby-Tage, 
an denen sie zuhause warten mussten,
um innerhalb von 1 Stunde am Flughafen zu sein.

Ich zitiere gern einmal einen ganz normalen 
 - von einer der früheren Fluggesellschaften - 
geplanten Alltag von meinem Mann:
 
1. Tag: Flug nach London als Passagier
2. Tag: London - Griechenland,
Griechenland - London
3. Tag: Standby im Hotel 
4. Tag: London - Griechenland,
Griechenland - London
5. Tag: Rückreise als Passagier,
aber erst um 15:00 Uhr, da diese Tickets billiger sind.
Bezahlt bekam er bei diesem Umlauf nur die Zeit, 
die er tatsächlich geflogen ist. 
Also in dem Fall die Flugstunden an Tag 2 und 4.  
 
Ich möchte hier weiß Gott nicht herumjammern,
aber ich erlebe es immer und immer wieder,
dass die meisten Menschen eine völlig 
andere Vorstellung vom Leben eines Piloten haben,
als es bei wahrscheinlich den meisten der Fall ist.
 Da mein Mann aber endlich einmal angemessen bezahlt werden wollte,
hat er sich vor knapp 2 Jahren bereits  
nach anderen Möglichkeiten umgeschaut.
In Deutschland wird es zusehends schwieriger,
so dass wir uns irgendwann auch mit dem Gedanken angefreundet haben, 
dass er ins Ausland geht.



Vor 1 Jahr hatte er sich bei einer chinesichen Airline beworben 
und direkt die Möglichkeit erhalten,
seinen chinesischen Flugschein, den sog. ATPL, zu machen.
Das bedeutete, dass er knapp 4 Monate,
neben seinem Job, für diese Prüfung gelernt hat. 
Er hörte in dieser Zeit ständig nur Horror-Szenarios,
dass man diese Prüfung kaum bestehen kann
und so war die Anspannung im Frühjahr riesig,
als er für ein paar Tage nach China flog,
um die ganzen Prüfungen 
(schriftliche Prüfung, Medical und Simulatorcheck)  
zu absolvieren.
Aber was soll ich sagen,
er hat sie alle direkt beim ersten Mal bestanden.
Eine sehr große Herausforderung war das Medical,
welches Piloten das Astronauten-Medical nennen.
Sobald bspw. eine kleine Narbe gefunden wird, ist man draußen
zudem hat China ganz andere Grenzwerte,
die nur vage kommuniziert werden.
Mein Mann hat sich extra von seinem hiesigen Hausarzt 
noch einmal gründlich durchchecken lassen
und unmittelbar vor Abflug 1 Woche Heilfasten gemacht.
Und so war dann die Freude groß,
als ich die freudige Nachricht aus China erhielt,
dass er auch dieses bestanden hatte.
 Er war mit 3 weiteren ausländischen Piloten dort
und der eine hatte die Prüfung nicht bestanden
und der dritte das Medical nicht.

Diese 3 Herausforderungen muss man bestehen,
um den chinesischen Flugschein zu erhalten.
Mit anderen Worten, mein Mann hat
- obwohl er ja bereits seit vielen vielen Jahren den Flugschein hat 
und vor allem auch schon lange aktiv fliegt
den ATPL, dieses Mal den chinesischen, neu machen müssen. 
Das ist die Voraussetzung für ein Bewerbungsgespräch,
welches dann einige Wochen später in China stattfand.
Auch das war ein Klacks und so begann langsam die Planung.    
Es sollte also so sein, mein Mann geht nach China.


Stationiert ist er in Shanghai
und fliegt nun dortige Destinationen an,
wie z.B. Bangkok, Osaka, Seoul, Phuket, Tokyo und Kambodscha.



Die Bedingungen bei der neuen Airline sind gut, er fliegt nun 
- sobald er die 7-wöchige Trainingszeit hinter sich hat - 
immer 28 Tage dort und hat dann 28 Tage frei.

Und frei heißt dann wirklich frei und nicht Standby.
Das heißt, dass wir uns alle 4 Wochen für 4 Wochen sehen.



 
Das Leben ist nun anders,
aber es bedeutet für uns als Familie 
auch ganz andere, neue Möglichkeiten.

Wie z.B. die Zeit, die er frei hat.
Die können wir dann wirklich 
zu 100 % zusammen verbringen.
Entweder hier zu Hause
oder wir treffen uns (wie beispielsweise in den Sommerferien)
in einem anderen Land 
und verbringen dort die gemeinsame Zeit.
Lilly und ich werden in den kommenden Jahren
sehr viel mehr von der Welt sehen,
worauf wir uns alle schon sehr freuen.
Aber nun zeige ich Euch im folgenden 
noch ein paar Bilder von Shanghai,
die mir mein Mann in den letzten Wochen geschickt hat.

Jemand von Euch ein Eis am Stiel?
Geschwungene Rolltreppe in einer der unzähligen Malls
 


 
 






Kontrastreich und spannend....







Ich möchte hier noch einmal betonen,
dass dies ein sehr persönlicher Post ist
und von mir nur aus unseren Erlebnissen geschildert wurde.
Dass es viele viele andere Berufszweige gibt,
die mordsmäßig unterbezahlt sind, wissen wir alle.
Und das finde ich - ehrlich gesagt - ziemlich Kacke!
Vor allem, weil nicht jeder die Möglichkeit hat,  
ins Ausland zu gehen,  
sich neuen Herausforderungen zu stellen 
und schlussendlich mehr Geld zu verdienen.

Für diese Chance bin ich sehr dankbar 
und ich freue mich schon darauf,
Shanghai zu erkunden.

Dieser Post hatte nun wirklich gar nichts mit Einrichtung zu tun,
aber er hat mit mir und meinem veränderten Leben zu tun
und somit gehört auch ein solcher Post hier hin.

Ich hoffe, dass Euch meine Eindrücke gefallen haben
und vielleicht seid Ihr ja in Zukunft an Neuem
aus dem persönlichen Hause `Raumkrönung` interessiert.

Fühlt Euch gedrückt,
Eure Anja